Die Industrieallianz für Interoperabilität e.V. - IAI
Die IAI ist ein weltweit agierender Verbund von Firmen aus dem gesamten Umfeld des Planens, Bauens und Bewirtschaftens von Gebäuden.
Die Mitglieder sind Planer, Fachingenieure, Bauherren, Bauunternehmer, Softwarehäuser, Verbände, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Betreiber und Nutzer von Gebäuden.
Mehr als 600 Unternehmen arbeiten kontinuierlich an der Optimierung der Bauprozesse und in dem Zusammenhang an einem hersteller- und länderübergreifenden Austauschformat für Gebäudedaten,
den IFC (Industry Foundation Classes).
Ziel der IAI ist es, den verschiedenen Anforderungen von Nutzern an eine durchgängige Datenkommunikation vom Planer bis zum Facility Manager mit
einem weltweit vereinbarten Austauschformat gerecht zu werden.
Mit der Nutzung der IFC lassen sich Koordinationsdefizite im komplexen Planungs- und Bauprozess vermeiden und Kosten reduzieren.
Das gesamte Handling vom ersten Entwurf über die Bauausführung bis hin zur Gebäudeverwaltung wird einfacher und schneller – bei
erheblich besserer Qualität, geringerem Planungsrisiko und höherer Kostensicherheit.
Geschichte der IAI
Die IAI - International Alliance for Interoperability - wurde im Juni 1995 in den USA gegründet.
Kurz darauf gab es die IAI auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, in Singapur, Japan, Korea und Australien. Weltweit hat die IAI zirka 500 Mitgliedsfirmen.
Die IAI (international) wird durch das International Council (IC) geleitet, in dem die jeweiligen Landesvertreter (die Chapter der IAI) vertreten sind.
Die gemeinsame technische Arbeit der IAI wird durch das International Technical Management Committe (ITM) koordiniert.
In den deutschsprachigen Ländern, der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz, werden die Interessen der Firmen dieser Länder durch die Industrieallianz für Interoperabilität e.V. vertreten.
Die IAI e.V. hat auch Mitglieder aus den angrenzenden Ländern, wie den Niederlanden oder Slowenien. Die IAI e.V. ist offen für alle Firmen, die mit dem Bauwesen verbunden sind, seien es Planer, Bauausführende, Bauherren, Betreiber von Bauwerken und Hersteller von Software für das Bauwesen.
In Deutschland sind es aktuell rund 65 Planungsbüros, Banken, Baufirmen und Softwarehäuser. Gleichzeitig sind etwa 15 Hochschulen im IAI e.V. vertreten.
Ziele der IAI
Die bisher in der Bauindustrie praktizierte Form des Datenaustauschs erlaubt in der Regel keine gemeinsame Nutzung von Informationen über die Grenzen der Fachdisziplinen hinaus.
Effizientes Arbeiten wird somit in der Bauindustrie erschwert, da Gebäudedaten nicht gemeinsam genutzt werden.
Verschieden gelagerte Interessen, Ziele, rechtliche Aspekte und die mangelnde Kommunikation zwischen Akteuren der Bauindustrie erschweren zusätzlich die gemeinsame Datennutzung.
Derzeit gehen viele Informationen während der Abstimmung zwischen den Planungsbeteiligten verloren oder können nicht effektiv an die Beteiligten der Nutzungsphase übergeben werden.
Jedes Datenaustauschproblem hat direkten Einfluß auf die Baukosten oder auf die Effektivität der Arbeit der Beteiligten.
Kostenverursachend sind die notwendige Nachbereitung und Wiedereingabe der verlorenen Daten, oder Planungs- und Ausführungsfehler, wenn die Probleme nicht behoben werden.
Die Industrie Allianz für Interoperabilität, e.V. ( IAI ) hat es sich zur Aufgabe gemacht ein Basismodell zur gemeinsamen Datennutzung im Bauwesen zu erstellen, welches den Datenaustausch und die gemeinsame Datennutzung in der Bauindustrie und im Facilities Management unterstützt.
Dieses Basismodel sind die Industry Foundation Classes (IFC).
Mit den IFC ist es möglich, in jeder Bauphase die in den vorangegangenen Phasen gesammelten Daten mit einzubeziehen.
Die Industrie Allianz für Interoperabilität, e.V. (IAI) steht allen im Bereich Architektur, Ingenieurwesen, Bau und Facilities Management (AEC/FM) Tätigen offen.
Die Mission der IAI ist es, die Basis für die Verbesserung der Planungs- und Ausführungsprozesse durch eine gemeinsame Datenhaltung und Austausch zu schaffen, das Werkzeug dafür sind die IFC, welche allen Mitgliedern der IAI zugänglich sind, und damit allen interessierten A/E/C Software-Unternehmen offen stehen.
