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IFC2x3 Zertifizierung : Die aktuelle IFC-Version findet breite Unterstützung bei den Softwarehäusern


Immer mehr Anwender fordern IFC-Kompatibilität, immer mehr Bauverwaltungen kündigen an, dass IFC-Daten künftig verpflichtend sein werden. Entsprechend arbeiten immer mehr Softwarehäuser intensiv daran, die Entwicklung ihrer IFC-Schnittstellen vorantreiben.

Am 23. und 24. November 2006 trafen sich die IFC-Experten von 13 Softwarehäusern in Dijon, Frankreich, zu einem weiteren Certification Workshop. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses der IAI wurden bei diesem Treffen die IFC-Schnittstellen der Programme intensiv getestet. Dazu stehen inzwischen über 300 Testdateien zur Verfügung, in denen auch viele Sondersituationen modelliert sind, die in früheren Tests Probleme bereitet hatten. Sobald nachgewiesen werden kann, dass ein Programm diese Testfälle unterstützt, bekommt es die erste Stufe der Zertifizierung zuerkannt [ > siehe Zertifizierungslogo Stufe 1 ].

In einem zweiten Schritt werden die Programme mit IFC-Daten getestet, die ganzen Gebäude enthalten. Die Daten dazu kommen aus der Praxis und werden von Beta-Testern zu Verfügung gestellt. Sobald gezeigt werden kann, dass die Programme auch diese IFC-Daten bewältigen, wird ihnen die zweite und damit endgültige Zertifizierung zuerkannt [ > siehe Zertifizierungslogo Stufe 2 ].

Auf dem Workshop qualifizierte sich Architectural Desktop (Autodesk) für die erste Stufe des IAI-Zertifikats. Schon im Juni dieses Jahres hatten Active3D (Archimen), Allplan (Nemetschek), ArchiCAD (Graphisoft), Bentley-Architecture (Bentley), Revit (Autodesk), Solibri-Modelchecker (Solibri) und TEKLA Structures (TEKLA) die erste Stufe der Zertifizierung absolviert. Die Softwarehäuser bereiten sich jetzt auf die zweite Stufe vor, geplant im ersten Quartal 2007.

Weitere Softwarehäuser nutzten den Workshop, um ihre fortgeschrittene Implementierung der IFC-Schnittstelle zu testen und sich mit dem Zertifizierungsprozess vertraut zu machen. Dazu gehörten DDS (Technik-Partner Haustechnik CAD), Nemetschek North America (Vector Works), Octaga (Gebäude-Viewer), Progman (MagiCAD Haustechnik CAD), SCIA (Mitglied der Nemetschek Gruppe mit ESA-PT Tragwerksplanung) und Vizelia (Facility Management). Es ist zu erwarten, dass sich diese Programme im Frühjahr 2007 für die Zertifizierung qualifizieren. Vor dem Treffen in Dijon haben auch Norconsult (Oracle IFC Implementierung), Navisworks (Kollisionskontrolle) und Bocad (Stahlbau-CAD) Interesse bekundet.

Die aktuelle IFC2x3-Version entwickelt sich damit zu einem neuen Treffpunkt der IFC-Kompatibilität, zum Nutzen der Anwender, denn es wurde noch keine IFC-Version von so vielen Programmen unterstützt. Die Softwarehäuser unternehmen unübersehbar große Anstrengungen, um ein hohes Qualitätsniveau in ihren IFC-Schnittstellen zu erreichen. Das Zertifizierungsprogramm der IAI wird als ein hilfreiches Mittel auf diesem Weg verstanden, denn nirgendwo sonst kann man das eigene Programm gegen so viele andere testen. Auf den Workshops können auftretende Probleme identifiziert und dann effizient und direkt diskutiert und gelöst werden.

Weitere Informationen zur Zertifizierung finden sie auf der Webseite der ISG [Implementer Support Group] www.iai.fhm.edu