Die Auswirkungen von Building Information Modeling (BIM) auf die Leistungsbilder und Vergütungsstruktur für Architekten und Ingenieure sowie auf die Vertragsgestaltung

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumentwicklung (BBR) hatte im September 2010 ein Gutachten ausgeschrieben, in dem zu untersuchen war, ob und wie es zu einer Verschiebung des Aufwandes innerhalb der Planungsphasen bei der Anwendung der BIM Methode kommt, und welche Veränderungen für die Leistungsbilder der Architekten und Ingenieure zu erwarten sind. Das Gutachten dient ebenfalls dazu, mögliche Veränderungen der vertraglichen Rahmenbedingungen umfassend zu untersuchen sowie Empfehlungen zur Novellierung der HOAI aus Sicht von BIM vorzuschlagen.
Basierend auf dieser Aufgabenstellung beschreibt das Gutachten den derzeitigen Stand der BIM Anwendung in anderen Ländern und vergleicht dazu den Stand in Deutschland. Aus dieser Grundlagenermittlung und dem Status quo in Deutschland werden die Kernthesen und Empfehlungen entwickelt. Es wird festgehalten, dass die Effizienz der BIM Methode, und die damit verbundenen Vorteile des Bauherrn bezüglich Termin-, Kosten- und Qualitätssicherheit, ursächlich von den in den Thesen genannten Rahmenbedingungen abhängig sind und sich die vertraglichen Rahmenbedingungen anpassen müssen. Insbesondere wird auf kooperationsverpflichtende Regularien bei der Vertragsgestaltung, BIM Richtlinien, Rechtssicherheit und Anreize bei der Preisgestaltung sowie Verankerung der neuen Leistungsbilder hingewiesen.

Dr. Thomas Liebich, Carl-Stephan Schweer, Sigfried Wernik, 2011
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IFC Anwenderhandbuch für den Austausch von Gebäudemodellen (BIM)

Das IFC Anwenderhandbuch bietet grundlegende Informationen und Bedienungsanweisungen für den Datenaustausch per IFC. Es kann als Vorlage für ein Projekthandbuch dienen.
Ziel war es, für die am Bauprozess Beteiligten eine nachvollziehbare Dokumentation mit Beispieldateien zu erstellen, um die Praxistauglichkeit der IFC zu veranschaulichen.


Das buildingSMART BIM Handbuch

Das neue buildingSMART BIM Handbuch basiert im Wesentlichen auf dem IFC Anwenderhandbuch, welches anhand von Erfahrungen und Beiträgen der Mitglieder des buildingSMART e.V., insbesondere der AK Haustechnik und Facility Management erstellt wurde, der Richtlinie zur Einführung von BIM in Bauprojekten, deren allgemeiner Teil von HOCHTIEF ViCon bereitgestellt wurde und der openBIM Lernplattform, die im EU Forschungsprojekt InPro zur Unterstützung einer offenen Informationsplatform Bauwesen entwickelt wurde.


Virtuelle Stadtmodelle

Stadtmodelle (CityGML Modelle) beinhalten in der Regel eine größere Menge von Gebäuden. Dafür hat das Open Geospatial Consortium vier Detaillierungsstufen, die sogenannten LoD (Levels of Detail) definiert. Diese reichen von einfachen Klötzchenmodellen bis hin zum Modell mit detaillierten Innenräumen. Das CityGML Modell ist ebenso wie das IFC Modell ein semantisches Modell und unterscheidet bei Gebäuden ab dem LoD 2 zwischen Wänden, Dächern usw., die als Flächen repräsentiert werden. Zusätzlich zu den Gebäuden bietet das Modell die Möglichkeit zum Beispiel Gelände, Wasser-, Transport- und Vegetationsobjekte abzubilden.


3D Erfassung von Gebäudedaten und Datenaustausch mit IFC

Weil die Bestandsunterlagen durch unzählige Umbauten nicht mehr auf dem letzten Stand waren, sollte der Ist-Zustand eines 20-geschossigen Verwaltungsbau in Karlsruhe aus dem Jahr 1963 komplett neu als 3D-Modell dokumentiert werden. Ziel war es unter anderem, die 3D-Gebäudedaten zunächst für die Haustechnik- und sanierungsplanung und später gegebenenfalls auch als FM-Datenbasis verwenden zu können.
m-g-h ingenieure + architekten
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3D-FABRIKPLANUNG BEI DER AUDI AG INGOLSTADT MIT IFC-UNTERSTÜTZUNG

Die optimale Integration von Planungs-, Bau-, Produktvorbereitungs- und Nutzungsprozessen und damit die 3D-Fabrikplanung sind ein aktuelles Thema in der Automobilindustrie. Um Markteinschränkungen bezogen auf die Nutzung von 3D CAD-Systemen in der Zusammenarbeit mit externen Planungspartnern weitgehend auszuschliessen, sollte die 3D-Planung systemneutral über IFC zu übergeben sein. Eine aktuelle Bauaufgabe bei Audi belegt den Erfolg dieser Vorgehensweise.
Audi AG , Obermeyer Planen und Beraten , FACT , AEC3 Deutschland GmbH
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Veröffentlichung in der Fachzeitschrift industrieBAU 3-2006 [pdf 800KB]