Adler: Es braucht ein neues Miteinander


Staatssekretär Gunther Adler betonte in seiner Keynote zum 22. buildingSMART-Forum die Anstrengungen und Aktivitäten der Bundesregierung, um das digitale Planen, Bauen und Betreiben in Deutschland in enger Verbundenheit mit der gesamten Wertschöpfungskette Bau voranzubringen. buildingSMART, so Adler, leiste einen wichtigen Beitrag zum fachlichen Austausch auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

Wörtlich sagte Staatssekretär Gunther Adler vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (hier in der Folge verkürzt als Bundesbauministerium bezeichnet): „buildingSMART fördert als unabhängiger Verband seit vielen Jahren die Digitalisierung der Branche. Das Bundesbauministerium begrüßt dabei sehr Ihren Einsatz für den, wie ich meine sehr, sehr nötigen Informationsaustausch mittels systemoffener, mittels herstellerneutraler Schnittstellen. Sie leisten mit der kontinuierlichen Organisation von Seminaren sowie Tagungen einen sehr wichtigen Beitrag zum fachlichen Austausch auf regionaler, genauso wie auf nationaler und auf internationaler Ebene und dafür danke ich von Seiten des Bundesbauministeriums sehr herzlich.“

Gunther Adler betonte, dass die Bundesregierung ihre Anstrengungen zum Ausbau und der Verbreitung digitaler Techniken und Methoden in der Bau- und Immobilienwirtschaft fortführen und erweitern werde, etwa durch Pilotprojekte und die aktive Mitarbeit in Normungsgremien. Zudem werde sich das Bundesbauministerium auch an dem geplanten nationalen BIM-Kompetenzzentrum beteiligen, das vor kurzem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ausgeschrieben wurde. So würden die Evaluierung der Angebote laut Adler beide Häuser gemeinsam bestreiten, die bereits bei der Vorbereitung der Ausschreibung auf Fachebene eng zusammen gearbeitet  haben. „Unser Ziel ist es, ein gemeinsames Kompetenzzentrum für die gesamte Wertschöpfungskette Bau zu etablieren.“ Ein weiteres BIM-Kompetenzzentrum speziell für die Bauverwaltungen des Bundes entstehe derzeit beim Amt für Bundesbau in Rheinland-Pfalz. Auch dieses werde eng mit dem geplanten nationalen BIM-Kompetenzzentrum zusammenarbeiten.

Gunther Adler unterstrich, dass die digitale Transformation des Planen und Bauens nur im engen Zusammenwirken aller beteiligten Akteure gelingen werde. Um die Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen der Branche dabei mitzunehmen, „ist die Einhaltung der bewährten rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen von besonderer Bedeutung, ich denke hier vor allem an die Wahrung des Grundsatzes  der Trennung von Planung und Ausführung und der Vergabe von Aufträgen in Fach- und in Teillosen.“

Die Motivation bei der aktiven Gestaltung der Digitalisierung sieht er sowohl in der Wirtschaft wie auch den öffentlichen Verwaltungen als hoch. Als Beispiel nannte Adler den digitalen Bauantrag, der momentan gemeinsam mit den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg  und Bayern sowie interessierten Kommunen und der Leiststelle xPlanung/xBau in Hamburg vorangebracht werde. Weitere Bundesländer, so berichtete Adler, seien sehr motiviert und interessiert daran, dieses große Digitalisierungsprojekt zu verwirklichen, das den Bauherren Zeit- und Kostenersparnisse und den Bauverwaltungen Effizienzgewinnen bei Personaleinsatz bringen werde.

Gunther Adler sieht in der Digitalisierung der Bauwirtschaft auch die Chance, die Berufsbilder für junge Menschen attraktiver zu machen. Aus- und Fortbildung haben, so der Staatssekretär,  wesentliche Schlüsselfunktion und er forderte, von Anfang an sollte interdisziplinäres und kooperatives Planen und Bauen vermittelt werden. „In einem Projekt darf es kein Nebeneinander und schon gar nicht ein Gegeneinander geben, es muss zu einem Miteinander gefunden werden.“


30.10.18
 

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