Neu bei buildingSMART! … Siemens AG, Division Building Technologies


Die Siemens Aktiengesellschaft ist ein in 190 Ländern tätiger integrierter, börsennotierter Technologiekonzern und zählt weltweit zu den größten Unternehmen der Elektrotechnik und Elektronik. Das Unternehmen wurde in diesem Sommer auf Initiative der Konzernsparte Building Technologies mit Sitz in Zug (Schweiz) Mitglied des "Strategic Advisory Council" bei buildingSMART International. Parallel dazu entschied sich das Unternehmen auch für die Mitgliedschaft bei buildingSMART Deutschland. Wolfgang Hass, Principal Expert bei Siemens Building Technologies, erläutert, warum Siemens in buildingSMART den richtigen Partner für die Umsetzung der eigenen Digitalisierungsstrategie sieht.

Nähere Informationen gibt es auf der Unternehmenswebsite www.siemens.com. Ansprechpartner für buildingSMART Deutschland ist Uwe Grossmann, Gesamtverantwortlicher für das Solution & Serviceportfolio der Division Building Technologies in Deutschland am Standort Frankfurt a. M.   Google Maps 

Wir heißen die Siemens AG herzlich willkommen und freuen uns auf regen Austausch und eine gute Zusammenarbeit!


Wolfgang Hass, Principal Expert bei Siemens Building Technologies am Hauptsitz der Konzernsparte in Zug (Schweiz), zur Entscheidung des Konzerns, Mitglied bei buildingSMART International und bei buildingSMART Deutschland zu werden:

“Building Information Modeling ist das «buzzword» der Baubranche geworden. Keine Messe, kein Kongress, kein Gebäude ohne die magischen drei Buchstaben BIM. Mit BIM hat die Digitalisierung Einzug in eine recht konservativ agierende Branche gehalten, ein Start, der nicht immer ganz einfach ist. Schaut man etwas hinter die Kulissen stellt man schnell fest, dass der Begriff unterschiedlich interpretiert und auch stark gedehnt wird. Viele verschiedene – auch viele neue – Player erscheinen und predigen ihre Sicht von BIM heute und morgen. Häufig wird aber vergessen, dass es sich bei BIM nicht um 3-D-Daten der Konstruktion handelt, sondern vielmehr um ein durchgängiges Datenmodell mit einem neuen Prozessmodell, das über den gesamten Lifecycle eines Gebäudes Bestand haben muss.

Diese Herausforderung kann nicht von einer Firma definiert und gestemmt werden. Einerseits ist die Aufgabe zu gross, andererseits müssen Datenstrukturen (Sematik) und neue Prozesse firmenneutral definiert werden. Diesen Teil muss man als Investment und Kosten bewerten – Geschäfte generiert man erst später durch die Nutzung, durch Lösungen und Dienstleistungen.

Mit einem gemeinsamen Verständnis der Branchenbeteiligten reduziert man Blindleistung und ermöglicht die Schaffung von firmenneutralen Standards, der Basis für jegliche Kooperation.

Wurde BIM in der Vergangenheit von Architekten und der (3D-)CAD-Industrie getrieben, muss man heute über die nächsten Schritte nachdenken. Die Technische Gebäudeausstattung – kurz TGA – stellt den BIM-Ansatz vor neue Herausforderungen, die wir aufgreifen müssen. Desweiteren werden wir über den Wechsel vom Bauen zum Assemblieren, der industriellen Fertigung, nachdenken müssen. Aber auch der kostenintensivste Teil eines Gebäudes – das Betreiben – muss in den BIM-Prozess und das BIM-Datenmodell passen, da hier die meisten Früchte der BIM-Methode geerntet werden können.

Die Experten bei Siemens sind sich einig, dass jetzt der Einstieg für das Mitgestalten der nächsten BIM-Phasen (TGA-design, Bau- und Betriebsphase) gegeben ist.

Viele Verbände, Institutionen, Clubs, Firmen bieten Plattformen für den Wissensaustausch. Nur wenige agieren allerdings weltweit und sind auch international anerkannt – noch weniger sind firmenneutral und ohne Profitabsichten.

Nach langer Analyse fiel die Wahl von Siemens auf buildingSMART International. Mit dem Besetzen eines Sitzes im Strategic Advisory Board von bSI soll die internationale Ausrichtung erfolgen. Die Mitarbeit in verschiedenen nationalen Chaptern soll gewährleisten, dass die lokalen Unterschiede unbedingt in die neuen Prozesse und Datenstrukturen einfliessen können und kein Standard «am grünen Tisch» entsteht.

Die Mitgliedschaft im bS-Chapter Deutschland, einem der grossen und wichtigen Chapter von buildingSMART, ist somit die logische Konsequenz einer auf die Digitalisierung setzenden Firma wie Siemens. Auch die Siemens-Kollegen aus Österrreich und Australien werden noch in diesem Jahr den entsprechenden Chapten beitreten.”


26.11.18
 

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