BIM im Bundestag


Auf eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Einführung von BIM im Hoch- und Infrastrukturbau hat die Bundesregierung jüngst geantwortet. Die mehrseitigen Ausführungen auf die insgesamt 33 Fragen umfassende Anfrage listet auch die mittlerweile zahlreichen Pilot-, Forschungs- und Förderprojekte der Bundesministerien und -Behörden sowie der Bahn auf und bietet damit einen Überblick über die BIM-Aktivitäten des Bundes.

Der Antwortenkatalog samt Fragen ist als Drucksache 19/6028 veröffentlicht und kann über diesen Link direkt geladen werden. Die Anfrage wurde von den Abgeordneten Daniel Föst, Frank Sitta und Griogorios Aggelidis von der FDP Fraktion namentlich gezeichnet. Gefragt wurde unter anderem nach Stand und Lage der Umsetzung des Stufenplans des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Bundesregierung betrachtet angesichts der gemachten Erfahrungen und der wissenschaftlichen Begleitung von insgesamt 30 Pilotprojekten den Zeitplan „weiterhin als realistisch“.
 


Zum Thema Standardisierungsunterstützung heißt es ganz konkret auf S. 7:

Zur Umsetzung des Stufenplans Digitales Planen und Bauen (Zeitraum Ende 2015 bis Ende 2020) führt das BMVI neben den bereits genannten Maßnahmen zahlreiche weitere flankierende Maßnahmen durch. So fördert das BMVI die Weiterentwicklung des internationalen Datenaustauschformats IFC für die Bereiche Straße, Schiene und Brücke (Umfang ca. 750 000 Euro)."

Damit ist die Unterstützung der pränormativen Arbeit von buildingSMART International für IfcRail, IfcRoad und IfcBridge gemeint.



Auch die neue Infrastrukturgesellschaft des Bundes für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen (IGA), die spätestens am 1. Januar 2021 Planung und Bau der Fernstraßen übernehmen wird, soll „die Methode BIM in ihre Strukturen übernehmen und anwenden“ können. Ausführlich sind auch die Angaben zu Fragen rund um BIM und die Deutsche Bahn, die gemäß der Antwort der Bundesregierung 13 BIM-Pilotprojekte lanciert hat, wofür rund 28,5 Millionen Euro veranschlagt wurden (finanziert aus dem BMVI-Haushalt und aus DB-Netz Eigenmitteln). In ihrer Antwort gibt die Bundesregierung auch Auskunft zu den bisher gemachten Erfahrungen mit BIM. So heißt es, „dass die Anwendung des digitalen Planens zu keiner Erhöhung der Planungskosten führt. Die hohe Transparenz der BIM-Planung und die konsequente Anwendung der Baustandards führen zu einer höheren Qualität der Planungen und geringerem Koordinierungsaufwand seitens der Projektleiter“.

Mehrfach betont die Bundesregierung in ihren Antworten, dass Infrastrukturbau und Hochbau gleichrangig gefördert und gefordert werden, um die digitale Transformation zu bewältigen. So schreibt die Bundesregierung: „Es ist Ziel des BMI (Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat), Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Einführung von BIM nicht nur für den Bundeshochbau, sondern für den gesamten Hochbaubereich zu schaffen.“ Um dies zu erreichen und um alle Akteure der Wertschöpfungskette mitzunehmen, setze man „auf eine schrittweise, praxisorientierte Implementierung digitaler Planungs- und Projektverfahren.“

Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zu Einführung von Building Information Modeling im Hoch- und Infrastrukturbau ist als Drucksache 19/6028 über die Dokumentendatenbank des Deutschen Bundestags abrufbar.


06.12.18
 

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