Rückblick: Über einhundert Teilnehmer bei BIM NEXT an der TH Köln

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BIM NEXT ist das Veranstaltungsformat, das unsere Regionalgruppe Rheinland gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Markus Nöldgen von unserem Mitglied TH Köln entwickelt hat: eine Mischung aus Vorträgen und Marktplatz mit verschiedenen Themen-Ständen. Bei der Veranstaltung am 26. November 2018 waren wieder über einhundert Teilnehmer dabei, darunter gut 25 Studenten, die die Veranstaltung auch organisatorisch betreut haben.

Moderiert wurde der Abend von den beiden Sprechern der buildingSMART-Regionalgruppe Rheinland Jörg Ziolkowski, ASTOC Architects and Planners, sowie Prof. Markus Nöldgen, Technischen Hochschule Köln. Im Namen des Hausherrn begrüßte Prof. Dr.-Ing. Klaus Becker, Vizepräsidenten der TH Köln, die Teilnehmer.


Vielen Dank an den Gastgeber Technische Hochschule Köln und insbesondere an Prof. Nöldgen und seine Studenten für die freundliche Unterstützung!


Den Anfang im Programm machte Iuliia Osintseva von Diplan, Gesellschaft für digitales Planen und Bauen. Die Architektin bot in ihrem Vortrag einen Einblick in einen digitalisierten “End to End” Planungs- und Bauprozess. Für einiges Aufsehen sorgte dabei die halb-automatisierte Vorplanung für Wohngebäuden (“PreBIM”), die mittels eines sich selbst optimierenden Softwaretools in kürzester Zeit viele Varianten für die Optimierung von Gebäudeformen und Wohnungsgrundrissen generiert und analysiert.

Den Abschluss des Abends bildete der Vortrag von Klaus Aengenvoort von eTASk Immobilien Software über durchgängiges Informationsmanagement mittels BIM-Prozessen – beispielsweise vom Betrieb in die Planungsphase Null und wieder zurück in den Betrieb. Er stellte einen Ansatz vor, wie Bauherren ihre konkreten Anforderungen an den realen und den digitalen Zwilling detailliert und digital beschreiben und überprüfen können.


Dazwischen präsentierten sich die anderen Referenten des Abends an ihren “Marktständen”: 

Prof. Markus Nöldgen von der Technischen Hochschule Köln bot einen Einblick in den Aufbau eines Brückenbaumodells, das mit allen erforderlichen Daten gemäß den “Richtlinien für das Aufstellen von Bauwerksentwürfen für Ingenieurbauten” (RAB-ING) ausgestattet ist und dies ohne, dass auf konventionelle Dokumentations- und Arbeitsformen zurückgegriffen wird. Dabei werden anstelle von Zeichnungen auch modellgerechte Kommunikationsformen, wie das BCF-Format von buildingSMART (“BIM Collaboration Format”) und PMI-Formate, eingesetzt.

Passend zum Thema Infrastruktur demonstrierte Tobias Höller vom Institut für Baubetrieb und Vermessung der TH Köln an seinem Stand den Workflow beim Laserscanning und beim Managen von Punktwolken mit ihren großen Datenmengen im Rahmen von BIM-Prozessen. Im Rahmen seeiner Live-Demonstration zeigte er, wie Daten erfasst und Punktwolken aufbereitet und genutzt werden können. Mit den Teilnehmern diskutierte er unterschiedliche Anwendungsfälle.

Caner Dolas von der Formitas AG zeigte wie er sich mit Unterstützung von kleinen, cloudbasierten Apps auf Smartphones die papierlose Baustellenüberwachung von morgen aussehen kann. Beispielsweise ermöglicht die App „Gamma AR“, die Verwendung von BIM-Modellen auf der Baustelle. Mit Hilfe von AR-Technologie (AR – “Augmented Reality”) kann das Gebäudedatenmodell auf ein Smartphone projiziert werden. So gelingt beispielswseise ein Abgleich zwischen Ist und Soll und dessen Dokumentation – z. B. bei der Positionierung von Bauteilen, beim Erfassen des Baufortschritts oder bei der Mängelbeseitigung.

Jörg Ziolkowski von ASTOC Architects and Planners demonstrierte die neuen Herausforderungen bei der Koordination von Schlitz- und Durchbruchsplanung in BIM-Projekten. Anstelle der eingespielten analogen Prozesse zwischen Architekt und Fachplanern müssen neue digitale Abläufe zu erarbeitet werden. Anhand der Erfahrungen in einem konkreten Projekt wurde der Workflow in einfachen Schritten vorgestellt.

Andreas Bach von Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft demonstrierte an seinem Stand, wie modellbasierte Plan- und Terminverwaltung im Hochbau funktioniert, wenn BIM-Modelle als “Single Source of Truth” dienen.

Gerd Prause, Geschäftsführer von Prause Holzbauplanung, bot einen Einblick in den digitalen Planungs- und Vorfertigungsablauf bei der Erstellung eines Holzgebäudes – Vom Laserscanaufmaß zum Holzbauelement oder Modul Er zeigte, dass Holzbauplanung immer mit einem 3D-Modell erfolgt, weil nur daraus Zuschnitt- und Fertigungsmaschinen angesteuert werden können.  
 


Ein überzeugendes Veranstaltungsformat, das unbedingt im nächsten Jahr wieder angeboten werden sollte. Der fachliche Austausch und das Networking wurde anschließend bei ​Fingerfood und Drinks noch eine ganze Zeit lang fortgesetzt.
 

 

 

 

 

 


06.12.18
 

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