BIM im Mittelpunkt: Symposium Öffentliche Hand


Symposium des BBSR & Baukammer Berlin.
Mehr als 100 Teilnehmer bei der Veranstaltung „BIM – eine innovative Methode zur Verbesserung der Abläufe im Bauprozess“ am 22.11.2012 in Berlin

Dass und wie BIM praktiziert wird, dass es den Akteuren greifbare Vorteile bringt und auch in Deutschland zunehmend Eingang in die Baupraxis findet - davon überzeugten sich am 22. November mehr als 100 BIM Interessierte der öffentlichen Hand, aus  Planungsbüros und Forschungseinrichtungen im Berliner Kronprinzenpalais Unter den Linden.
Die Veranstaltung hatten das BBSR und die Baukammer Berlin gemeinsam organisiert. Aktive Unterstützung gab es auch durch die Geschäftsführung und das Präsidium von buildingSMART e.V.

Prof. Harald Herrmann, Direktor des BBSR, zeigt sich davon überzeugt, dass BIM die Zukunftstechnologie im Bauwesen ist; das BBSR begleite deshalb mit vielfältigen Forschungsprojekten die Einführung von BIM aktiv. Moderator Dr. Schiller von Dr. Schiller & Partner brachte mit seinem Wortspiel "BIM einfach machen" das Anliegen der Veranstaltung auf den Punkt: lasst uns BIM wagen und unkompliziert und funktionierend machen.
Dr. Thomas Liebich von AEC 3
legte in seinem Einführungsvortrag den Schwerpunkt auf die Komplexität von BIM als Methode, die zugleich aus vielen Einzelthemen bestehe, die dem Auftrag an das "einfach machen" entsprechen. Sabine Steinert von OPB beschrieb die unterschiedlichen Anwendungstiefen von BIM in Abhängigkeit von konkreten Rahmenbedingungen. Die Effekte aus BIM entstünden bei Planern, erhöhte Kosten würden dem AG nicht in Rechnung gestellt.
Christoph Strohschneider von der OFD Koblenz, Abteilung Bundesbau, erklärte die Sicht des Bauherrn, in dem Fall der amerikanischen Stationierungsstreitkräfte. Diese fordern für all ihre Baumaßnahmen in Deutschland die Anwendung von BIM. Er sprach BIM gute Zukunftsaussichten zu. Allein wegen politischer und rechtlicher Vorgaben, die die Unterstützung des Mittelstandes im Blickfeld haben, würde der Bauherr Bund vorerst abwarten. Das BBSR beabsichtigt die Vergabe eines Forschungsvorhabens, mit dem die Vereinbarkeit von BIM mit den ordnungspolitischen und rechtlichen Rahmenbedingen der Bauverwaltung untersucht werden soll.

Die insgesamt eher abwartende Haltung seitens der Bauverwaltung traf auf wenig Begeisterung bei den Zuhörern. Der öffentliche Bauherr wurde im Verlaufe der Veranstaltung wiederholt gebeten, das Vorbild der in BIM führenden Länder zu übernehmen und sich in Deutschland an die Spitze zu stellen.
August Pries und Mattias Reif berichteten darüber, wie das BBR Berlin und die Staatsbauverwaltung München das "einfach tun" umgesetzt haben. Man habe gute Erfahrungen gesammelt und sich mit den Stärken vertraut gemacht, aber auch die Schwachstellen erkennen können. An Hand weiterer Beispiele wurden durch Hans-Georg Oltmanns, David Pfender und Frank Postel die Erfahrungen kleiner Unternehmen und von Handwerksbetrieben vorgestellt. Martin Hubert von Schiller&Partner bewies an einem einfachen Beispiel, wie kluge Gebäudedaten mit geringem Aufwand sehr genaue Kostenangaben in frühen Entwurfsphasen ermöglichen. Winfried Wolfrum machte die Teilnehmer mit den Fortschritten der Standardisierung für BIM bekannt und warb eindringlich um Mitarbeit durch deutsche Fachleute, da gegenwärtig in internationalen Normungsgremien die deutschen Interessen nicht hinreichend berücksichtigt würden. Ulrich Jung vom DIFM stellte die Chancen von BIM für die Ermittlung der energetischen Bilanz von Bauwerken und der Erstellung des Energieausweises vor.
Den Bezug zum Tagungsgebäude stellte Alexander Schmidt-Naryschkin her, der über den Neubau der Probebühne der Deutschen Staatsoper referierte. Sein Fazit: BIM habe entscheidende Vorteile bei der Variantenuntersuchung, bei den zahlreichen Änderungen im Planungsprozess und bei der Auseinandersetzung mit dem Bauherrn möglich gemacht.

23.11.12
 

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