Common Data Environments brauchen Standards


Offene Standards sind bei BIM-Projekten unverzichtbar für die Zusammenarbeit in einer einheitlichen Datenumgebung. So das Fazit des Impulsvortrags und der anschließenden Diskussion im Rahmen des „Forums – Technologie“ auf dem 23. buildingSMART-Forum in Berlin.

Ohne eine einheitliche Datenumgebung funktioniert Building Information Modeling (BIM) nicht! Davon ist Frank Weiß, Senior Director New Products, BIM und Innovation beim US-Datenbankspezialisten Oracle überzeugt. In seinem Impulsvortrag im Rahmen des „Forums Technologie – Chancen der Zusammenarbeit in Common Data Environments“ stellte er fest: „Wenn bei einem Bauprojekt hunderte Planer, Architekten und ausführende Unternehmen mit Daten in unterschiedlichsten Formaten und Dutzenden von Softwareanwendungen arbeiten, lässt sich deren Zusammenarbeit nur auf einer einheitlichen Plattform organisieren. Sonst gehen Daten verloren und der Verwaltungsaufwand explodiert.“ 

Damit der Austausch der Daten in einer einheitlichen Datenumgebung – auf Englisch Common Data Environment (CDE) – funktioniere, brauche es einen einheitlichen Standard, so Weiß. Um diesen zu entwickeln, fand sich auf dem buildingSMART International (bSI) Standards Summit im März in Düsseldorf eine Arbeitsgruppe mit 25 Mitgliedern zusammen. Sie tagt alle zwei Wochen und stellte auf dem buildingSMART International Standards Summit in Peking Ende Oktober ihre Arbeiten vor.

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion ging das Panel der Frage nach, wie aus der Vielzahl an einem Bauprojekt beteiligter Firmen Partner werden, die effizient zusammenarbeiten. „Das erfordert Offenheit und Flexibilität“, erklärte Eric Schapke, Director BIM/PLM beim CDE-Spezialist Think Project. Außerdem brauche es Standards und offene Softwarplattformen. Für Jorma Ehrnrooth, Vice President des finnischen Anbieters von Softwarelösungen für das Facility Management, kommt es zudem auf die Qualität der ausgetauschten Daten an. „Schlechte Datenqualität kostet alle Beteiligten 30 Prozent ihres Umsatzes“, erklärte Ehrnrooth. Deshalb müsse es auch für die Datenqualität einen Standard geben. Dr. Payam Amini, Head of Digital Transformation bei Siemens Mobility ging sogar noch einen Schritt weiter. Er erläuterte, wie wichtig es sei, dass Daten einer Qualitätskontrolle unterzogen werden, bevor sie in das CDE eingespielt werden.
 


04.11.19
 

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