Bundesverkehrsministerium: „buildingSMART garantiert für uns offene Standards“ 


Ab kommenden Jahr wird bei allen Projekten des Bundesverkehrsministeriums mit BIM gearbeitet. Damit das klappt, braucht es offene Standards für die Zusammenarbeit sowie für Ausschreibungen, so das Fazit des „Themen-Forums Praxis“ auf dem 23. buildingSMART-Forum am 23. Oktober in Berlin.

Ab dem kommenden Jahr müssen ausführende Unternehmen bei allen Bauprojekten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Building Information Modeling (BIM) arbeiten. Das sieht der „Stufenplan Digitales Planen und Bauen“ des Ministeriums vor. „Wir sind sehr optimistisch, dass das klappt. Die 30 Pilotprojekte, die wir seit Start des Stufenplans 2015 mit 35 Millionen Euro gefördert haben, haben zu sehr zufriedenstellenden Ergebnissen geführt“, erklärte Rudolf Boll, Leiter des Referats „Digitale Agenda, Netzallianz, BIM“ beim BMVI in seinem Impulsvortrag im Rahmen des „Forums Praxis“ auf dem buildingSMART-Forum.

Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit mit BIM seien offene Softwarestandards, so Boll und erklärte: „buildingSMART ist für uns der Garant dafür, dass diese Standards entstehen.“ Auch dem neuen BIM-Kompetenzzentrum des Bundes komme dabei eine wichtige Rolle zu. Das BMVI fördert das Zentrum in den kommenden Jahren mit 20 Millionen Euro. Um offene Standards ging es auch in der anschließenden Podiumsdiskussion. „Das Kompetenzzentrum wird in den kommenden Jahren auf Basis der vorliegenden Erfahrungen einen Standard entwickeln müssen, der die Auftraggeberinformationsanforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen definiert“, forderte Professor Markus König von der Ruhr-Universität Bochum. Wichtig sei aber, die Anwendung von BIM jetzt nicht durch eine Vielzahl von Vorgaben überzuregulieren, sondern zu vereinfachen. Deshalb müsse es ein Standard sein und nicht mehrere.

Weiteres Thema: Wieweit muss der Bund die HOAI an BIM anpassen? Für BMVI-Referatsleiter Boll hält sich der Reformbedarf in Grenzen. „In Ausschreibungen und bei der Honorierung von Leistungen ist vieles mit geltendem Recht machbar“, erklärte er. Andreas Irngartinger Leiter der BIM-Implementierung bei der DEGES, Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs und –bau GmbH stimmte zu: „Wenn wir Projekte ausschreiben, bekommen wir auch mit dem geltenden Recht ausreichend Angebote von großen Unternehmen ebenso wie von kleinen inhabergeführten Büros“, berichtete Irngartinger.
 


04.11.19
 

buildingSMART-Termine

 
Nov
13
Mi
Nov
15
Fr
Berlin
15.11.1909:00-16.11.1918:00
Nov
19
Di
Hochschule Bochum
18:00-21:00
Nov
19
Di
Nov
20
Mi
Nov
26
Di
München
26.11.1909:00-27.11.1918:00
weitere Termine