Rückblick: 29. Forum Bauinformatik vom 6. bis 8. September 2017 an der TU Dresden

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Rund 100 Wissenschaftler, Entwickler, Anwender und Studenten trafen sich Anfang September zum 29. Forum Bauinformatik an der Technischen Universität Dresden. Das Forum Bauinformatik wurde 1989 an der Bauhausuniversität Weimar gegründet und findet jährlich an wechselnden Universitäten statt. buildingSMART unterstützte die diesjährige Veranstaltung als Sponsor.

Dresden war – nach 1997 und 2008 – zum dritten Mal Ort dieser Fachkonferenz, an der 22 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsarbeiten präsentieren. Der Schwerpunkt des 29. Forums Bauinformatik galt der BIM-Methode und ihrer Anwendung.

Prof. Dr.-Ing. Raimar J. Scherer, als Leiter des Instituts für Bauinformatik der TU Dresden Gastgeber des Forums Bauinformatik, betonte in seiner Keynote die Bedeutung von IFC als offenen Standard für die Bauindustrie. Er umriss den Stand zur „BIMifizierung“ und sagte, diese sei für das 21. Jahrhundert gleichbedeutend wie es die Elektrifizierung für das 20. Jahrhundert war. Er sieht großes Potential für BIM auch bei der Erreichung von Klimaschutzzielen und der Sanierung von Bestandsgebäuden. Diese würden durch Energieverbrauchssimulationen mit BIM einfacher.

In der zweiten Keynote sprach Dr.-Ing. Gerald Faschingbauer (f:data GmbH) zum Thema „Standardisierter BIM-Content zur Erstellung von BIM-LV-Containern nach DIN SPEC 91350“. Er zeigte u.a. ein Beispiel aus dem DBD-BIM Plugin. Die dritte Keynote hielt Sebastian Fuchs vom Arbeitskreis BIM bei der Ingenieurkammer Sachsen. Er betonte  die Notwendigkeit einer “VOB-BIM”, um bei der Anwendung neuer digitaler Methoden bereits bei der Vergabe klare Grundlagen zu schaffen.

Ein großes Thema des Forums Bauinformatik war die Erfassung von Gebäudedaten im Bestand. So befasste sich ein Vortrag mit der Detektion von Raumgrundrissen in Gebäude-Punktwolkendaten auf mobilen Endgeräten. Ein anderer Vortrag stellte das Potential eines low-cost Gerätes zur Erzeugung von 3-D-Modellen vor. Der Systempreis dieser Lösung lag bei nur wenigen hundert Euro – ein terrestrischer Laserscanner kostet rund 50.000 bis 120.000 Euro. Die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der low-cost Lösung bewertete der Autor als zufriedenstellend, jedoch ist das günstige System (noch) nicht für größere Räume (mehr als 4 Meter Wandabstand) geeignet.

Der Best Paper Award ging dieses Jahr an Robert Irmler und Steffen Franz für den Beitrag „Kollaborative BIM-Rekonstruktion mit mobilen Endnutzergeräten.“ Alle am 29. Forum Bauinformatik vorgestellten Papers sind in gedruckter Form als „Heft 10 – Veranstaltungen des Instituts für Bauinformatik der TU Dresden“ ebendort erhältlich oder stehen einzeln hier zum Download zur Verfügung. 


26.09.17
 

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