Das buildingSMART Forum 2009 : Das Thema BIM als roter Faden


"BIM ist kein 3D CAD"

Das Thema BIM (Building Information Modeling) zog sich als roter Faden durch das buildingSMART Forum 2009, das am 23. September 2009 in Berlin stattfand. Mit über 170 Teilnehmern, viele davon aus Ost-, West- und Nordeuropa aber auch aus den USA, war die Veranstaltung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sehr gut besucht. Auf die Begrüßung und Einstimmung durch Dr. Rudolf Juli, Vorstand von buildingSMART e.V., folgten Grußworte von Dr. Jürgen Koggelmann vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Berlin, von Paul Curschellas, Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung und buildingSMART, Schweiz sowie von Ministerialrat Franz Graf-Gabriel, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Österreich.

buildingSMART Forum 2009 : Das Thema BIM als roter Faden

Das Thema BIM (Building Information Modeling) zog sich als roter Faden durch das buildingSMART Forum 2009, das am 23. September 2009 in Berlin stattfand. Mit über 170 Teilnehmern, viele davon aus Ost-, West- und Nordeuropa aber auch aus den USA, war die Veranstaltung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sehr gut besucht. Auf die Begrüßung und Einstimmung durch Dr. Rudolf Juli, Vorstand von buildingSMART e.V., folgten Grußworte von Dr. Jürgen Koggelmann vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Berlin, von Paul Curschellas, Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung und buildingSMART, Schweiz sowie von Ministerialrat Franz Graf-Gabriel, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Österreich.

Mit unterschiedlichen Schwerpunkten bezogen sich alle folgenden Beiträge auf die Veränderungen, denen heutige Planungs- und Bauprozesse im Zusammenhang mit der Diskussion über Lebenszyklen von Gebäuden und deren Nachhaltigkeit unterliegen. Und auf denen die Chancen und Möglichkeiten für BIM und die buildingSMART Initiative basieren. Apropos buildingSMART: nach entsprechenden Diskussionen im Vorfeld hat die Mitgliederversammlung des Veranstalters IAI e.V., die am Vortag ebenfalls in Berlin stattfand, einstimmig beschlossen, den Verein in buildingSMART e.V. umzubenennen.

"BIM ist kein 3D CAD"

Dr. Thomas Liebich, Technischer Koordinator des buildingSMART e.V. berichtete über die nationalen und internationalen Aktivitäten der Arbeitsgruppen und Anwender. Er erläuterte darüber hinaus die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Building Information Modeling, Building Information Model und BIM Software. In den folgenden Diskussionen wurde deutlich, dass hier immer noch viel Aufklärungsbedarf besteht.
Über die praktische Anwendung von BIM Tools beim Helsinki Music Center Projekt – vom Architekturwettbewerb in 1999 bis zur Eröffnung in 2011 - berichtete der Finne Reijo Hänninen vom Planungs- und Beratungsunternehmen Olof Granlund aus Helsinki. Hier hat sich der durchgängige Planungsprozess in Kombination mit allen Fachplanern bestens bewährt. Ziel ist eine durchgängige, transparente Datenbasis bis hin zum Facility Management.
Kjell Ivar Bakkmoen von C.V. Moller Architects aus Oslo, Norwegen sprach unter anderem über den Einsatz von BIM und IFC beim im Oktober 2008 in Betrieb gegangenen Akershus University Hospital Project in Norwegen sowie bei zwei anderen Krankenhausprojekten in Island und Saudi Arabien. Hier wurden Haustechnik und Architektur sowohl in 2D als auch in 3D im BIM Model abgewickelt. Für Bakkmoen ist BIM nicht mit 3D CAD gleichzusetzen. Aus seiner Sicht ist es ein völlig neuer Prozess des Planens und Bauens, der so bisher nicht genutzt wurde. Neu sei vor allem, dass alle Fachplaner ein einziges Datenmodell nutzen, ebenso wie der Generalunternehmer und der Bauherr.
Der Norweger Ole Kristian Kvarsvik von Statsbygg, der staatlichen Bauverwaltung Norwegens mit Sitz in Oslo nutzte in seinem Vortrag den Joystick einer Playstation, um durch die eingereichten Modelle aus einem offenen, zweistufigen internationalen Architekturwettbewerb für das Nationalmuseum Vestbanen zu navigieren. Sein Vortrag war ein weiteres gelungenes Beispiel für den Einsatz von BIM, hier speziell in der Entwurfsphase. Im Mittelpunkt stand die Vergleichbarkeit der in der ersten Stufe des Wettbewerbes eingereichten insgesamt 235 verschiedenen virtuellen IFC-Modelle. Die Abgabe von traditionellen Architekturmodellen war nicht mehr vorgesehen. Mit sechs Teilnehmern geht der Wettbewerb jetzt in die zweite Stufe, in der die Modelle weiter detailliert werden sollen - mit Berechnung des CO2 Ausstoßes, Energieberechnungen, Sicherheitszonen etc.
Der praktische Nutzen von BIM stand auch im Vordergrund der Vorträge von Karl-Heinz Schurig, Fachdienst Hochbau und Liegenschaften im Rheingau-Taunus-Kreis, und Jan Tulke von Hochtief ViCon, die in ihren Vorträgen die Erstellung von Energiepässen für Nichtwohngebäude (Schurig) beziehungsweise den Einsatz von BIM und virtuellen Bautechnologien bis hin zur 3D-Kollisionsprüfung in Großprojekten wie der Elbphilharmonie in Hamburg sowie einer Shopping-Mall in Katar (Tulke) beleuchteten.
Dr. Ing. Eugen Dutescu von der Uni der Bundeswehr in München und Thomas Wießflecker von der TU Graz berichteten über Gebäudemodelle in Wissenschaft und Forschung. Hier ging es um das Erstellen von BIM Bestandsdaten aus Punktwolken anhand eines bestehenden Brückenprojektes und sowie eines alten Dachstuhls (Dutescu) sowie um die Navigation in Gebäuden, Innenraumpositionierung etc. für mehr Sicherheit im Gebäude oder auch bei Rettungsaktionen (Wießflecker).

Little BIM, Big BIM: Individuelle, zielgruppenspezifische BIM Konzepte

Auch die 13 Partner und Sponsoren - Adobe, Autodesk, Bentley Systems, Data Design System (DDS), Graphisoft, Dlubal, Nemetschek Allplan, Nemetschek Scia, Nemetschek Vectorworks, RIB, SAP, Siemens sowie Tekla – stellen auf der Konferenz ihre Sicht auf BIM und den aktuellen Stand der Integration der Prozesse in ihre Software oder Services vor. Stellvertretend sei an dieser Stelle einer der Vortragenden genannt, der in seinem Vortrag auf die verschiedenen Konzepte und Möglichkeiten von und mit BIM einging und der dabei die Begriffe „Little BIM“ und „Big BIM“ prägte. Wobei mit ersterem der Datenaustausch im Bauwesen über alle Gewerke hinweg mit einem Format und einem zentralen Datenmodell gemeint ist, während „Big BIM“ auch die über den Hochbau hinaus beteiligten Gewerke integriert, mit verteilten Daten und verschiedenen Datenformaten, auch aus dem Straßenbau, Tiefbau oder GIS. Ein anderer namhafter Partner berichtete über seine positiven Erfahrungen mit BIM aus der Sicht des Auftraggebers. Fazit: BIM geht tatsächlich immer, denn jeder Bedarf wird individuell abgedeckt.

23.09.09

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