03. BIM Anwendertag | 24.03.2009 | München

Am 24. März 2009 stellte das Büro Obermeyer Planen + Beraten in München erneut den Rahmen für das nunmehr dritte Treffen der BIM Anwendergruppe des IAI e.V. Zur Veranstaltung zum Thema Building Information Modeling kamen über 70 Teilnehmer. Der Anteil der Architekten, Ingenieure und Fachplaner, die aus Österreich, Deutschland und der Schweiz angereist waren, lag bei deutlich über 50 Prozent. Leider immer noch dünn vertreten waren die einschlägigen Berufsverbände und -Kammern sowie die öffentliche Hand. Während sich deren Vertreterin aus Berlin in München besonders engagierte, betonten die Anwesenden die Notwendigkeit eines aktiveren Engagements von öffentlichen Auftraggebern und Genehmigungsbehörden.

BIM schafft Wettbewerbsvorteile und öffnet neue Wege für die Zukunft

Ein Thema, das in München lebhaft diskutiert wurde, war die Koordination der Planung und die Anforderungen an die Zusammenarbeit von Architekten und Haustechnikern am Praxisbeispiel mit Softwareunterstützung (Übergabe Architektur zu HLSE und zurück) sowie Validierung der Modelle, vorgestellt von Dr. Rudolf Juli, unterstützt durch Heidrun Vogel, beide Obermeyer Planen + Beraten.

Erwin Gersching aus Hamburg schlug in seinem Referat vor, BIM und die Gruppe im Rahmen eines Projektes professionell zu strukturieren und organisieren. Die Idee wurde heiß diskutiert und gern aufgenommen – auch hier ging es darum, dass private und öffentliche Auftraggeber von Anfang an involviert sein sollten.

Martin Hubert von Schiller & Partner zeigte auf, wie man auch mit "kleinen Schritten" zum Ziel kommen kann. In einer Lifevorführung zum Auswerten von alphanumerischen Daten zeigte er, wie auch kleinere Softwarefirmen auf IFC setzen und Anwender damit manches "Spezialproblem" in der Praxis mit BIM lösen können. Über Wissensmanagement sowie strategisches Immobilienlebenszyklusmanagement bis hin zum FM auf der Basis einmal erzeugter 3D Daten sprachen die Architekten Gunnar Gantzhorn von Koppenhöfer Consult und Alexander Meier vom büro zeit+raum. Laut Meier, der langjährige Erfahrung mit der Datenerfassung und -auswertung über die verschiedenen Gewerke hinweg bis hin zur Energieberatung und zum FM hat, ermöglicht gerade die BIM Methode für Planer Wettbewerbsvorteile und "neue Wege für die Zukunft".

Fazit: Im Mittelpunkt muss der Mehrwert für den Bauherrn stehen

Obwohl sie ebenso wie die gesamte involvierte 2D- und 3D-Software der verschiedenen Hersteller immer wieder Thema war, aber nicht im Mittelpunkt stehen sollte (Thomas Liebich: "Das Thema BIM muss aus der EDV-Ecke raus!"), lobte ein Teilnehmer die IFC-Schnittstelle ausdrücklich als "praxistauglichen und vor allem demokratischen Weg zur Wettbewerbstransparenz".

Einigkeit herrschte auf jeden Fall darüber: BIM kann dem Anwender definitiv Wettbewerbsvorteile verschaffen, heute schon. Und: Im Mittelpunkt der ganzen BIM Diskussion muss der Mehrwert für den Bauherrn und Eigentümer stehen. Nicht zuletzt und früher schon gefordert: die öffentlichen Auftraggeber müss(t)en – Föderalismus hin oder hier – eine aktive Vorreiterrolle übernehmen. Ähnlich wie das Länder wie Dänemark, Norwegen oder Finnland bereits mit Erfolg praktizieren. Nicht zuletzt wäre es wichtig, die BIM Methode auch in Forschung und Lehre, an den FH´s und Universitäten stärker zu etablieren. Gefragt ist also beides: die kleinen Schritte und der große Wurf.


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