05. BIM Anwendertag | 16.06.2010 | Frankfurt/Main

Am 16. Juni 2010 fand bei der Hochtief AG in Frankfurt der 5. BIM Anwendertag mit rund 70 Teilnehmern statt. Jan Tulke von Hochtief ViCon stellte das von der EU Kommission unterstützte F&E Projekt InPro vor. Tulke verwies auch auf die zahlreichen Veröffentlichungen zum modellbasierten Arbeiten, die auf der Projekt-Homepage zum Download bereit stehen. Wer mehr Informationen oder den Direktkontakt zum InPro Consortium möchte, kann dem InPro Cluster kostenfrei beitreten.

Wie Entwicklungen des F&E-Projektes unter praxisrelevanten Umständen getestet wurden, zeigte anschließend Racha Chahrour, die im operativen Geschäft der Arbeitsvorbereitung von Hochtief Consult tätig ist. Sie beschäftigt sich im Rahmen von InPro mit den Vorteilen, die für eine Bauablaufplanung aus der Verknüpfung von 3D Ge-bäudemodell und Terminplanung im Sinne einer 4D Simulation erzielt werden können. In Zusammenarbeit mit dem InPro Custer Mitglied Synchro Ltd. wurden einige Ergebnisse bereits in kommerzielle Software integriert. Weitere Funktionalitäten wurden mittels eines Prototypen auf Basis der www.openifctools.eu erprobt.

Robert Schweisser von Hochtief FM berichtete von einem InPro Teilprojekt, bei dem sein Unternehmen mit Partnern des InPro Clusters, wie f:data zusammengearbeitet hat, um IFC Gebäudemodelle einfach und praktikabel in Betreibermodelle zu überzuführen. So entstand ein Prototyp, das BIM Controltool, mit dem IFC Modelle übernommen, geprüft und um nicht enthaltenen Komponenten und Anlagen ergänzt werden können.

Bereits seit drei Jahren gibt buildingSMART ein BIM/IFC Anwenderhandbuch zum Datenaustausch heraus, das sich dem Teilumfang einer BIM Richtlinie widmet. Punkte, wie Projektorganisation, verschiedene Rollen der Planungsbeteiligten, Vorteile für den Bauherrn und dessen Rolle bei der Vergabe fehlten bislang. Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit mit Praxis-Partnern, wie der Hochtief ViCon. In Frankfurt wurde vereinbart, die Themen in ein neues Dokument, das "buildingSMART BIM Handbuch" einfließen zu lassen. Das Handbuch steht online zur Verfügung. BIM Softwarehersteller und Planungsbüros, die mit BIM arbeiten, haben hier die Möglichkeit, sich vorzustellen.

Das neue Zertifizierungsverfahren für Softwarehäuser, die das IFC-Datenformat unterstützen, stellte Prof. Rasso Steinmann vor. Viel Zustimmung erhielt der Vortrag von Hans-Georg Oltmanns vom Oldenburger Ingenieurbüro Oltmanns & Partner, der belegte, dass man auch in Deutschland zukunftsgerichtet planen kann, in dem man "einfach anfängt und alte Zöpfe abschneidet". Gezeigt wurde die Anwendung von 3D Planungen im Ingenieurbau bei Neubau- und Umbauprojekten, bei der Bewehrungsplanung und statischen Bemessung und Auslegung. Zusammen mit Studenten im Büropraktikum, entstanden komplexe 4D Visualisierungen von Ingenieurbauten im Offshore Bereich.

Dr. Marcus Schreyer von Max Bögl leitete die inspirierende Podiumsdiskussion zu Themen wie: Wo stehen wir in Deutschland bzgl. BIM im Vergleich zu anderen? Welche Anforderungen stellen sich für die Öffentliche Hand, um diese Entwicklung zu fördern? Und: Welche Hürden gibt es zu überwinden? Einmal mehr wurde deutlich, dass es in Deutschland wenig Sinn macht, auf eine "Initiative von oben" – wie man es aus den skandinavischen Ländern kennt – zu warten. Besser ist es, innovative Planungsmethoden direkt und im realen Netzwerk aus innovativen Büros, Baufirmen und Bauherrn auszuprobieren.

Hauptprojekt

 

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  • AEC3 Deutschland GmbH

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Dr.-Ing. Thomas Liebich
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